Zur Situation Licht und Beleuchtung heute

Der Programmfolder
Zum Programm der vier Tage

Das war unser
Symposium "Licht und Gesundheit"

Fr. 03. + Sa. 04. März 17
mit den beiden Workshop-Tagen am
Do.02. + So. 05. März 17.


Die Konsequenz:
Neue Richtlinien für Beleuchtung nach wisenschaftlichen Grundlagen über Mensch und Lichtwirkung sind dringend erforderlich.


Die Aufarbeitung der Inhalte des Symosiums ist im Gange - Zusammenfassungen können bestellt werden.                
                                    

Öffentliche Informationsveranstaltung und Fachkonferenz
Die Wirkungen des Lichtes auf den Menschen und Konsequenzen für neue verantwortungsvolle Lichtplanung und für Licht-Therapie
s
Für alle, die an Lichtqualität, Farblicht, Bauen und Wohnen,
Einrichtung von Betrieben, Schulen, Arbeitsräumen, Klinischen Bereichen
und an Lichttherapie und energetischer Arbeit interessiert sind.

Hier trifft die Licht- und Farben-Branche mit Medizin und
Biologie zusammen, mit Architektur und Farbpsychologie,

die Lichtforschung begegnet
Lichttechnikern, Leuchten-
erzeugern
und Lighting Design.
s
Information und Anmeldung      
Zum Folder mit Programm
s
Wie gesund ist modernes künstliches Licht?
s
Neue lichttechnische Erzeugnisse lassen Hoffning auf höhere Qualität aufkommen.
Gleichzeitig werden aber ernste wissenschaftliche Bedenken geäußert, insbesondere aus Biologie und Medizin.
Diese finden sich auch in neuen Richtlinien (vgl. IEC/Blaulichtgefährdung und
AUVA Report 52, Gefährdung durch optische Strahlung).

Wo die Entwicklung von Licht und Beleuchtung derzeit steht,
welche positiven Innovationen es gibt - und wie ernst die
Gefahren zu nehmen sind, vor denen Ärzte und Biologen seit 2007 warnen -
dem geht dieses Symposium konsequent auf den Grund.

Mit sechs wissenschaftlichen Vortragenden aus Deutschland und Österreich.

Orte der Veranstaltung:

  • Symposium  03.+04. März: Festsaal des Gesundheitsministeriums, Radetzkystrasse 2, 1030 Wien
  • Workshop-Tage 02.+05. März: *Akademie d.bildenden Künste, Saal EA1, Schillerplatz 3, 1010 Wien

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED)

Detailprogramm mit Zeitplan siehe hier

Zum  schick-magazin - Gewinnspiel

DIE KONSEQUENZEN


Lichtplanung neu orientieren

Verantwortungsvolle Lichtplanungsstrategie im Sinne „gesunden Lichts“ nach neuen lichtbiologischen Forschungen

 

Zur Situation des modernen Beleuchtungsstandards:

Seit vielen Jahren ist in Bereichen der Lichtindustrie und Lichtplanung bekannt, dass es bei einem gelungenem Lichtdesign nicht nur um Lichtmengen und um das günstigste Verhältnis zum Energieaufwand handeln kann.
Das Wort „Lichtkomfort“ wurde schon vor langem zum Modewort, es bekräftigt, dass geplantes Licht mehr ist als nur Ausleuchtung der Räume zur Orientierung, und dass durch Licht Wirkungen entstehen können, die körperlich angenehm und psychisch „komfortabel“ empfunden werden - wie sie auch geistig anregend sein können.
Lichtkomfort-Diagramme sahen etwa so aus:  


Bild: Schema Lichtkomfort

 

 

Dazu kommen heute die neueren Begriffe „Spektralqualität“ – bisher sehr vernachlässigt -
und die gestalterischen Faktoren der „Lichtgeometrie“ (blau und rot in der Grafik)


Kritik:
In den genannten Überlegungen (Bild 1) ohne die neuen Zusatzthemen wird zu wenig betont, dass von der
Zusammensetzung des Lichtspektrums sehr starke Wirkungen ausgehen und der gesundheitliche Aspekt geradezu abhängig ist von einer solchen Spektralqualität, gemessen am menschgemäßen Naturlicht.

        Auch mit dem später aufkommenden Begriff „Human Centric Lighting“, auf den noch
        eingegangen wird, sind deutliche Hinweise auf die Wirkung des Lichtes auf den Menschen
        zu erkennen.

Zusammenfassung und Übersicht

  1. Ohne komplettes Spektrum kein naturnahes Licht
  2. Ohne gezielte Lichtgeometrie kein gutes Raumgefühl und kein gemütliches Komfortlicht
  3. Ohne richtige Zeitfolgerhythmen der Beleuchtung kein harmonischer Tageslauf im Körper

 

Punkt 1: Die Bedeutung des Spektralaufbaus für gesundheitsförderndes Licht –
                das ist eine Frage der Wahl des Leuchtmittels.


Qualifizierung der gegenwärtigen Leuchtmittel

Klarerweise wird hier Lichtqualität in Bezug auf jene künstlichen Lichtquellen besprochen, die als elektrische Leuchtmittel seit einem Jahrhundert den Siegeszug angetreten haben. Dass es im privaten Raum auch heute noch immer die Möglichkeit gibt, mit Stimmungslicht anderer Art, wie zB. der Kerze, eventuell einer Öllampe u.a. Lichtwirkungen zu erzielen, wird hier nur hinweisend erwähnt.

 

Argumente für Temperaturstrahlerlicht als künstliche Beleuchtung:

Glühlampe / Halogenglüh-L.  -------   Fluoreszenzlampe  -------  LED

untoxisch                                     giftiges Quecksilber           bei manchen Sorten Galliumarsenid

problemlos dimmbar                     dimmen problematisch       dimmen problematisch

so gut wie keine Blaugefahr           blaue Peaks                      zum Teil hohe blaue Peaks

tageslichtähnlichstes Spektrum      Differenz zum Tageslicht      Differenz zum Tageslicht

 

Was ist Temperaturstrahlerlicht?

Dies ist eine Lichtqualität, die der Natur entspricht.
Licht von dieser Qualität haben wir von Natur als Tageslicht durch Jahrmillionen empfangen, unter diesem Einfluss haben sich das Sehorgan sowie sein neurologisches Equipment: Nervenbahnen, Sehzentrum im Gehirn usw. entwickelt.
Unser Auge ist an dieses natürliche Temperaturstrahlerlicht genetisch angepasst.

Von Temperaturstrahlerlicht sprechen wir dann, wenn Materie so stark erhitzt wird, dass sie bei etwa 2000K (Kelvingrad) rötlich zu leuchten beginnt. Bei stärkerer Erwärmung wird das Licht gelb, dann Weiß (Weißglut) und schließlich bläulich-weiß bei Temperaturen die es auf der Erde normalerweise nicht gibt (Licht von Fixsternen mit sehr hoher Oberflächen-temperatur).

Künstliche Lichtquellen, die auf Temperaturstrahlerbasis arbeiten, sind neben dem Feuer vor allem die Glühfadenlampe, normalerweise als Glühlicht bezeichnet, mit etwa 2700K (Kelvingraden) und die (in der EU noch nicht verbotene) Halogenglühlampe mit ca. 3000K und mehr. Sie spart mehr Energie als ihre ältere Schwester.

Alle Temperaturstrahler weisen ein nahezu komplettes Farbenspektrum auf, das Kurvenbild zeigt keine Minimalstellen und keine höheren spitzen Zacken.

In der Lichtbiologie gilt dieses Licht als augenfreundlich, menschgemäß und gesundheitsfördernd.

Im Gegensatz zum Tageslicht, das ebenfalls ein Temperaturstrahlerlicht ist (von der Sonne kommend, deren Oberfläche ca. 5600k misst) hat das künstliche Glühlicht zwar eine glatte, sogar noch viel kontinuierlichere Kurve, jedoch eine andere Farbenverteilung: wenig kurzwelliges Blaulicht, viel rotes Licht und darüber hinaus noch einen erheblichen Anteilen an unsichtbarer Wärmestrahlung (Infrarot).

Trotzdem zeigt das Spektralmessgerät, dass ein solches Licht einen nahezu identen Farbwiedergabewert hat wie Tages- oder Sonnenlicht, nämlich einen CRI von 98-100.

Alle anderen heute erzeugten und gebräuchlichen Lampen (künstliche Lichtspender) sind keine Temperaturstrahler und verdienen daher nicht das Prädikat tageslichtgleich oder tageslichtähnlich, weil sie es einfach nicht sind und damit ihr CRI-Wert im besten Falle ca 95%
beträgt, meist aber nur im Bereich von 80% liegt.

Das Problematische an diesen neuen Lampen liegt nicht nur an einer geringeren Farbwiedergabe, sondern vor allem in den hohen Blaulichtanteilen, in den zu niedrigen Rot- und Nah-Infrarotwerten (damit erfolgt durch sie nur eine mangelhafte Netzhautregeneration) und im Vorhandensein anderer unnatürlicher Spitzen- oder Minuswerte, deren biologische Wirksamkeit heute zwar mit Sicherheit angenommen wird, aber letztlich noch nicht bewiesen ist.

Zum Überblick:

Die nach der Glühlampe nachgerückte, den Wirkungsgrad steigernde Gasentladungslampe (in Formen und Begriffen wie z.B.: Leuchtstofflampe, Fluoreszenz-Lampe, Metalldampf-Lampe, Energiesparlampe) beruht auf einem anderen physikalischem Entstehungsprinzip, welches kein kontinuierliches Lichtspektrum liefert und auf den Gasentladungslinien beruht, die durch phosphoreszierende Stoffe (Leuchtstoffe) Spektral etwas besser aufgefüllt werden.

Es bestehen gravierende Unterschiede zwischen dem blauen Licht der alten Geißlerröhre und modernen Formen des Quecksilberdampflichts, welches von Jahrzehnt zu Jahrzehnt verbessert wurde. Dieses Licht hat seiner Entstehung gemäß starke Zacken (Piecks) im Bereich der lichtabstrahlenden Metalldampflinien, vor allem die blaue Quecksilberdampflinie drängt sich immer durch erhöhte Werte vor und ist kaum gänzlich weg zu bringen. Somit stellt das überall verbreitete Quecksilberdampflicht eine Gefahr für das menschliche Auge dar.

Zudem verlangt die Toxizität des verwendeten Quecksilbers heute nach einem Verbot dieser Leuchtmittel.

Die neuen LEDs (Licht imitierende Dioden) beruhen nicht auf Quecksilber- oder einem anderen Metall-Dampf, sondern arbeiten auf einem Halbleiter-Prinzip. Die sogenannte Lichtausbeute wird gegenüber früheren Lampen wiederum gesteigert, also mit weniger Strom kann mehr Licht gemacht werden. Im Vergleich zum natürlichen Licht bestehen hier aber immer noch hohe, in vielen Fällen extrem hohe Blauwerte, die solches kaltfarbige LED-Licht noch gefährlicher erscheinen lassen als das Metalldampflicht vorher. Zugleich fehlenden LEDs wesentliche Anteile im langweiligen Bereich, also bei 600-700nm, was zwar der Intention des Energiesparens entgegenkommt, aber dem Auge die heilenden Komponenten des künstlichen Lichtes vorenthält, wie sie Jahrzehnte lang durch die Glühlampe jeden Abend als Regenerationslicht für die Netzhaut gewährleistet war.   

 

Zusammenfassend:
Die einzelnen Teile des Lichtes unserer natürlichen und künstlichen Beleuchtung sind Farbstrahlen. Auf die richtige Zusammensetzung dieser Farbanteile muss geachtet werden, wenn naturnahes und damit menschgemäßes Licht eingesetzt werden soll.

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Licht ist Farbe – aber in welcher Form?

Zwei gängige Begriffe werden oft verwechselt und sollten klar voneinander unterschieden werden:

„Lichtfarbe“ ist ein ungenauer und schwankender Terminus. Er wird meistens verwendet in Verbindung mit Wörtern wie „warm- oder kaltfarbig“ oder auch „neutral weiß“.

De facto ist die Lichtfarbe eine subjektive Erscheinung, die auf der Spektralzusammensetzung des Lichtes beruht, nämlich darauf, ob langwellige (rötliche) oder kurzwellige (bläuliche) Lichtanteile die Oberhand haben. Eine genauere Beurteilung des Spektrums ist innerhalb dieser Bezeichnung nicht möglich. Eine warmfarbig erscheinende LED kann zwar in ihrem Spektrum viele Rotanteile enthalten, die diesen Eindruck erzeugen, es kann sich aber darin auch eine versteckte Blauspitze befinden, die den Eindruck des warmfarbigen nicht besonders beeinträchtigt, aber durch ihre Höhe sehr wohl einen negativen Dauereinfluss auf das Auge ausüben kann.

Demgegenüber ist der Ausdruck „Farbtemperatur“ ein exakter Begriff. Er stellt die jeweils dem Hitzegrad des Leuchtmittels entsprechende Farbverteilung dar, sowohl in Zahlen (Nanometer) als in einem Kurvenbild. So hat zum Beispiel Licht bei echten 2700K (Temperatur des Wendels in der Glühlampe) immer denselben Kurvenverlauf, also auch dieselbe Lichtqualität und Wirkung auf den Körper. Allerdings nur bei echten Temperaturstrahlern!

Und was bedeutet unecht? In der gegenwärtigen Lichtszene haben wir es hauptsächlich mit Lichtquellen zu tun, die keine echten Temperaturstrahler sind, sondern auf anderen physikalischen Prinzipien Licht erzeugen (Gasentladung, Halbleitertechnik). Wenn hier – zB. bei einer LED – eine Farbtemperatur angegeben wird, womöglich sogar in Kelvin-Werten, so ist dies falsch. Die Kelvin- Zuordnung erfolgt hier nur vergleichsweise mit einem echten Temperaturstrahler dieser Kelvintemperatur, und dies garantiert nicht, dass es sich – wie bei echten Kelvintemperaturen –  um ein komplettes Spektrum handelt. Eine LED, auf der die Bezeichnung 2700K steht, ist also nicht wirklich vergleichbar mit einer Halogenglühlampe, deren glühender Wendel tatsächlich 2700K misst.

Wirkungen verschiedener Spektralanteile auf den Menschen:

Wenn wir die vielen einzelnen psychophysischen Wirkungen der bunten Spektralanteile wie die Erregung des Nervensystems, die besonders starken Wirkungen im Parasympathicus wie auch in der unbewussten und bewussten Wahrnehmung (Farb-Archetypen) zunächst mal beiseitelassen und die vorwiegend physiologischen Wirkungen betrachten, so zeigt sich gegenüber den heilenden Wirkungen im langwelligen Spektralbereich eine gegenteilige Tendenz an dessen kurzwelligem Ende: Die energiereicheren Strahlen im Blaubereich können das Auge nachhaltig schädigen sogar bis hin zur Alterserblindung.

Spätestens 2007 wurde anlässlich der PLDC (Professional Lighting Design Convention, London) öffentlich bekannt gemacht, dass die Blauanteile im sichtbaren Licht grundsätzlich gefährlich sind, egal ob bei Tages- oder Kunstlicht. Man spricht von „Blue-Light-Hazard“ oder auch Blaulichtgefahr.

Grundsätzlich muss heute festgestellt werden, dass das langwellige Licht im sichtbaren Bereich (Rot, Nah-Infrarot und auch das unsichtbare Infrarot = Wärmestrahlung) an und für sich günstig auf das Auge wirkt.
Schäden durch das Tageslicht in der Netzhaut werden hier bei unserer menschlichen Spezies zumindest zum Teil wieder geheilt (R. Funk und andere). Nachtaktive Tiere hingegen reagieren auf Leuchtstofflicht viel schlechter, weil sie unseren „Repair-Mechanismus“ nicht besitzen, es soll sogar bei nächtlicher Bestrahlung mit Leuchtstofflicht zu einer relativ raschen Erblindung bei Mäusen und Ratten kommen.

Unsere Repairfähigkeit hat aber auch leider den Nachteil, die Folgen des Blaulichtes über einen gewissen Zeitraum zu verdecken, was dazu führt, dass die Schäden nicht gleich auffallen und daher nicht ernst genug genommen werden.

 

Prof Dr.med. Richard FUNK, Professor für Anatomie an der Univ. Dresden, führte auf dem schon erwähnten Kongress in London folgende Erkenntnisse der jungen Wissenschaft „Lichtbiologie“ vor:

Nicht nur die kurzwelligen Anteile der Sonnenstrahlung im Bereich UV-A, B oder C bedeuten eine Lichtgefahr, sondern nach neuen Erkenntnissen vor allem auch die Blauanteile im sichtbaren Licht, etwa um die 450nm.
Neue Zellbiologie und Netzhautforschung zeigen, dass hier eine komplexe Abfolge von physiologischen Reaktionen vor sich geht, wobei das blaue Licht in Verbindung mit dem Alterspigment Lipofuscin sowie dem Rhodopsin „oxidativen Zellstress“ hervorruft, der über einen längeren Zeitraum dazu führt, dass die Regeneration der für das Sehen unumgänglich wichtigen Sehrezeptoren durch die Ansammlung von Schäden behindert oder schließlich ganz unterbunden wird. Prof. FUNK warnt, dass heute unter den 75-Jährigen bereits jeder Dritte Gefahr läuft, AMD (Altersbedingte Makula-Degeneration) zu bekommen.
Diese Erkrankung beginnt mit Sehstörungen wie einem grauen Fleck oder einer Bildverzerrung in der Mitte des Sehfeldes, also dort, wo wir durch die dichte Verteilung der „Zapfen“ sowohl scharf als auch farbig sehen. Die Krankheit gibt es als feuchte oder trockene Variante, beide gelten als irreversible Schäden, wobei die erstere ab einem gewissen Zeitpunkt rasch fortschreitet und relativ schnell zur Erblindung führen kann.

Diese AMD wird heute von FUNK und etlichen anderen internationalen Experten/Innen auf die Einwirkung des blauen Lichtes als teilweiser oder sogar hauptsächlicher Verursacher zurückgeführt.

 

Wenn man bedenkt, dass heute 75-Jährige bei Glühlicht aufgewachsen sind, zum Teil auch bei Kerzenlicht und außerhalb der Städte bei Petroleumlicht (allesamt Temperaturstrahler-Lichtquellen ohne nennenswerte Blaugefahr), so stellt sich die Frage: Wie wird es den 75-jährigen in 20 oder 30 Jahren gehen, die blauhaltiges Leuchtstofflicht schon in Kindergärten und Schulen, ja vielfach schon in der Gebärklinik abbekommen haben und denen derzeit, in der Gegenwart, auch der heilenden Glühlampe mit ihren regenerierenden Warmfarb-Wirkungen am Abend genommen wurde?

 

Blaues Licht – Organismus – menschliche Entwicklung:

Im Licht der Natur, vor allem jener in Zentralafrika, woher die Menschheit stammt (z.B.: heutiges Kenia oder Tansania), befindet sich grundsätzlich ein hoher Blauanteil, sowohl bei Sonnenschein, als auch bei indirektem Licht vom blauen Himmel.

Dieses Licht wurde von uns bei mehreren Expeditionen nach Kenia genau vermessen und zeigt tatsächlich hohes Blaulicht im Spektroskop, erstaunlicherweise auch gegen Süden in Richtung Sonne mit relativ hohen Werten, die auch am Nachmittag hoch bleiben bis in die Abendstunden. Erst zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs und kurz davor übersteigen die Rotanteile das Niveau der blauen Kurvenwerte.

Somit dürfte der Mensch seit seiner Frühzeit in Afrika gewohnt sein, bei Tag mit schädlichen Lichtstrahlen zurechtkommen zu müssen und am Abend Strahlen zu empfangen, die den Schäden entgegenwirken. Allerdings kann angenommen werden, dass unsere afrikanischen Vorfahren instinktiv nicht stundenlang in den blauen Mittagshimmel blickten, sondern vor der hellen Strahlung wie auch vor der Wärmeentwicklung Schutz suchten unter Bäumen, Felsvorsprüngen etc.

In einem Großraumbüro – oder gegebenenfalls auch in einem hell erleuchteten Wohnraum – kann man sich normalerweise nicht vor der Blaustrahlung verstecken, sie strahlt schräg von oben bis ins Auge und wird zudem noch von hellen reflektierenden Flächen verstärkt.

 

Interessant sind die Erkenntnisse, dass der Körper des Menschen in der Evolution besondere Schutzmaßnahmen gegenüber erhöhter Blaueinwirkung entwickelt hat: Die „natürliche Sonnenbrille“ besteht darin, dass sich die Linse des Auges im Laufe des Lebens immer bräunlicher färbt, sodass durch diesen Komplementärfarbton das blaue Licht zu einem nicht unbedeutenden Teil ausgefiltert wird. Wer in höherem Alter eine Katarakt-Operation (Grauer Star) hinnehmen muss, hat heute die Wahl, eine künstliche Linse mit der altersentsprechenden Braunfärbung oder aber mit klarem Glas (also eine Jugendlinse) eingesetzt zu bekommen, letztere ermöglicht ein Sehbild wie in jungen Jahren, schützt aber weniger vor der Blaustrahlung.

Eine weiter ebenso ausfilternde Maßnahme erfand die Natur an der Netzhaut selbst, wo jener empfindliche, nur wenige Quadratmillimeter große Stelle des Scharfsehens, der „Gelbe Fleck“ (makula lutea), durch eingelagerte gelbfarbige Pigmente ebenfalls dafür sorgt, dass die Blaustrahlung reduziert wird. Wie schädlich auch Tageslicht sein kann, zeigt die Tatsache, dass in bestimmten südlichen Regionen bei Tagesfischern(Blauer Himmel plus blaue Reflexion durch das Wasser) eine bedeutende Erhöhung von Augenerkrankungen wie AMD als Berufskrankheit festgestellt wurde.

 

 

 

 

Punkt 2  Lichtgeometrie –
                Verteilung, Positionierung, Ausstrahlung

Neben den äußerst wichtigen Erkenntnissen über die Spektralqualität des Lichtes sind auch noch andere Punkte für die Erzielung eines echten Lichtkomforts nötig:

Optimierte Lichtgeometrie (Strahlungswinkel, Ausleuchtungsstrategie, unterschiedliche Helligkeit von einzelnen Raumzonen und Rücksicht auf die Qualität von Oberflächen9.
Erzielt werden soll:

Vermeidung zu harter Leuchtdichte-Kontraste, Blendungsfreiheit

 

Natürlich spielt auch die Lichtstärke im Sinne der messbaren Beleuchtungsstärke an verschiedenen Stellen des Raumes eine große Rolle, nicht nur wegen eventueller Blendung durch zu helle Lichtflecke oder Spots, sondern auch wegen des Stromverbrauchs bei zu heller Ausleuchtungen.

Die in der Beleuchtungstechnik herrschenden Normen für Nennbeleuchtungsstärken haben keinen zwingenden Bezug zu Wohnräumen. Wenn man die für Arbeitsräume geforderten 500 Lux in 85cm Höhe auf Wohnräume überträgt, wird die tatsächlich für das Wohlbefinden und für gutes Sehen ausreichende Beleuchtungsmenge oft bei weitem überschritten. Nach Prof. Dr. Dr. Fritz HOLWICH, ein berühmter Augenarzt im späten 20.Jhd, beginnt bei 750 lx der „Lichtstress“, daher sollten solche Beleuchtungsstärken oder gar darüber hinausreichende mit 4- oder 5-stelligen Zahlenwerten vermieden werden.
Auch wenn die starke Wärme, die bei Glühlampenbeleuchtung solcher Lichtstärke entstehen würde, durch die neuen LED´s gebremst wird, ist dem Auge trotzdem eine dermaßen blendende Lichtfülle nicht zuzumuten, wenn das Auge im selben Raum auch andere Bereiche überblickt, die um Zehnerpotenzen weniger hell sind und vom Auge einen ermüdenden Adaptationsprozess verlangen. Dermaßen helle Lichtstellen im Raum können sogar Blendungsnachbilder erzeugen und sind speziell für das alternde Auge mimt beginnenden Trübungen im Sehapparat äußerst hinderlich.

 

Starke Unterschiede in der Leuchtdichte.
Unterschiedliche Flächenhelligkeit, gemessen als Leuchtdichte in Candela pro Flächeneinheit (cd/m2 oder cm2), ist einerseits nötig, anderseits darf sie nicht zu groß sein. 

Eine gute Lichtgeometrie sorgt dafür, dass es eine angenehme Abwechslung von Lichtwerten im Raum gibt also nicht allzu krasse Unterschiede in der Leuchtdichte.

Wir sehen nämlich einzig und allein Leuchtdichten, also hellere oder dunklere Partien im Raum, deswegen soll in den gut beleuchteten Raumzonen nicht wesentlich mehr Licht sein als in den sogenannten dunklen Ecke. Es ist aber auch nicht günstig, weder im Wohnraum noch im Arbeitsraum, wenn alle Teile gleich hell ausgeleuchtet sind. Denn dann wird das Auge im Gegensatz zur Blendung durch helle Flächen zu kaum einer Adaption oder auch gar keiner genötigt und dies wirkt auf die Dauer ermüdend, bei dem körperlichen Geschehen grundsätzlich unterschiedliche Reize und daraus erforderliche Adaptionsprozesse notwendig sind, um das System gesund zu halten. In der Medizin nennt man das „Homöostase“, das ist die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustandes durch regelnde Prozesse (Selbstregulation des Körpersystems).

So wird von uns zum Beispiel täglich der Blutdruck durch Regelkreise angepasst, es findet eine ständige Wärmeregulation statt, weshalb auch in einer Wohnung nicht alle Räume gleich beheizt seien sollen, denn die Anpassungsvorgänge halten die Organe aufrecht und den Organismus rund (Erhaltung eines dynamischen Gleichgewichts zwischen dem Leistungsvermögen des Körpers und den Anforderungen seiner Umwelt).

 

 

Lichtgeometrie der Deckenbeleuchtung:

Es besteht ein grundsätzlicher Unterschied der Lichtwirkung zwischen abgehängten Leuchtkörpern, Anbauleuchten und Einbau-Downlights, die glatt in die Decke verlegt sind und demgemäß nur Lichtstrahlen nach unten schicken können, wobei die Decke von dieser Lichtquelle aus völlig unbeleuchtet bleibt. Wenn kein zusätzliches Licht leuchtet, von dem die Decke zumindest einen Lichtschimmer abbekommt, entsteht ein mitunter ziemlich unangenehmes Hell-Dunkel-Gefüge zwischen der strahlenden Leuchte mit höheren Candela-Werten und der im Extremfall fast schwarz erscheinende Decke, auch wenn sie weiß gestrichen ist.

Nun kann ein solcher Beleuchtungseffekt durchaus seine Reize haben, zB. wenn eine Shop- Beleuchtung den Eindruck „Dunkle, glitzernde Höhle“ bekommen soll.
Ein solcher Effekt ist aber im Wohnraum trotz zunächst hoher Attraktion nicht unbedingt erwünscht, heimelige und entspannende Lichtsituationen sehen anders aus.
Hier muss ausgelotet werden:
Welcher „Licht-Typ“ gehören der oder die Bewohner/Innen an?
Welches Verhältnis haben sie zu: Downlights, Wallwashing, Appliken (Wandleuchten), Stehleuchten, Bodenleuchten?
Welches zu gegebenenfalls indirektem Licht?
In privaten Räumen ist daher eine person-zentrierte Fachberatung nahezu unverzichtbar.

 

Punkt 3  Chronobiologie

Der Begriff „Human Centric Lighting“ beschränkt sich der Begriffsumfang heute vor allem darauf, das Licht über den Tag hin in seiner Qualität zu modulieren.

Dies ist freilich ein sehr wichtiger Aspekt, der bei Lichtplanungen von höherer Qualität nicht unberücksichtigt bleiben soll: Der menschliche Organismus durchläuft von der frühen Morgendämmerung, wo die Lichtstrahlen durch die geschlossenen Augen erste Nervenimpulse auslösen, einen streng von der Natur vorgeschriebenen Reaktionsablauf, den das Licht wachruft: Im warmfarbigen Morgenlicht werden bestimmte Hormone ausgeschüttet und neuronale Prozesse ausgelöst, die anders sind als später in der warmen Vormittagssonne, anders als im bläulichen Mittagslicht mit den tageshöchsten Einstrahlungswerten, oder im Licht der Nachmittagssonne, die allmählich in stark rothaltiges Abendlicht hineinführt.

So verlief zu mindestens der Tagesbogen unseres Lichterlebnisses durch die Jahrhundert-tausende der Entwicklung des Menschen in den Tropen.

Die neue Wissenschaft „Chronobiologie“ erforscht diesen Wirkungsablauf und bietet Grundlagen für eine „tageslichtnachführende“ Lichtgestaltung in Innenräumen. Sie ist speziell dann notwendig, wenn die herbstlich-winterliche Dunkelheit im Organismus Lichtmangelerscheinungen hervorruft und daher in unseren Breiten das Tageslicht künstlich ergänzt werden muss. Und es gibt bekanntlich auch räumliche Bereiche, die tageslichtabgewandt liegen oder durch ihre Tieflage und spärliche Fenster fast gar kein Tageslicht empfangen.

Durch eine Lichtmodulations-Technologie kann heute sehr leicht und wirksam die Lichtmenge gesteuert werden, etwas schwieriger ist es, die tageszeitlich richtige und ideale Lichtfarbe zu liefern.

Die Modulation der Helligkeit des Lichtes ebenso wie ein Farbwechsel verlangen, dass die betreffenden Lampen dimmbar sind. Solange wir mit Temperaturstrahlerlicht arbeiten, ist es relativ leicht eine effektive und auch gesundheitlich unproblematische Dimmung zu erzielen: Es wird mit der Stromzufuhr gearbeitet, sodass das weiße Licht des Glühfadens durch eine Erniedrigung der Glühtemperatur auch schwächer wird. Ebenso arbeiten die Lampen, die die Farbanteile liefern: weniger Strom ist weniger Rot, Grün oder Blau.

Das weiße Licht wird dabei nach den Gesetzen des Planck’schen Kurvenzuges gleichzeitig mit der Helligkeitsabnahme auch rötlicher und kommt damit dem vermindernden Tageslicht am Morgen und am Abend gleich.

Diese Dimmung kann auch nicht zum Flimmern (Flickering) führen, da das Licht hier nicht „zerhackt“ wird, die Ausstrahlung bleibt dauerhaft.

 

Wenn wir mit anderen Leuchtmitteln (LED, Gasentladungslampe) arbeiten, so erfolgt die Dimmung derzeit gewöhnlich mit einer Zerteilung des Lichtes in extrem kurze Ein- und Ausschaltphasen, was das Auge nicht bewusst wahrnimmt. Dies tritt sowohl bei PWB (Pulsweitenmodulation) als auch bei Phasenanschnitts- und Phasenabschnitts-Dimmung ein. In der Lichtbiologie sind sich die Fachleute einig, dass dieses vom Auge nicht erkennbare Flackern im Nervensystem sehr wohl registriert wird und zu unerwünschten Reaktionen führt. Es gibt sogar eine Anzahl von Leuten, die bei einem solcherart gedimmten Licht Unwohlsein und gesundheitliche Beschwerden bekommen.

Es wird seitens der Technik schon lange erwogen, auch solche Leuchtmittel über die Stromzufuhr zu dimmen und angeblich gibt es auch bereits das entsprechende Equipment, nur ist es derzeit noch schwer zu bekommen.

Auch dies ist ein Grund, in Wohnungen und Privathäusern grundsätzlich nur ein modernes, optimiertes Temperaturstrahlerlicht zu verwenden.

 

Kreative und ansprechende Lichtplanungen auf Basis moderner Lichtbiologie führt das Österreichische Institut für Licht und Farbe durch. Mail an: karl.a.fischer@lichtundfarbe.at

 

Literaturhinweise:

www.lichtundfarbe.at

http://www.photonblog.de/

       und eine reiche Liste an wissenschaftlichen Publikationen.

 

 BILD                                                                            BILD

Leuchtstofflicht und seine ungünstigen Farbspitzen             Das wäre günstiges LED-Licht: Nur durch Fachplanung
                                                                                                        zu bekommen

SPONSOREN UND AUSSTELLER beim Symposium:

ARTEMIDE Wien, OMRIGON Messtechnik, St.Veit/Glan, PHOTON WAVE-Rainbow Flash/Leona Vermeire, Belgien, TPal TARGETTI, Wien, Ludwig KRENN, Tulln, OLBRICH Know How D, SCHICK-Magazin, Wien

Preise für das Symposium "Licht und Gesundheit" (Fr.03. + Sa.04.03.17):        

Das Symposium läuft von Fr. 03. bis Sa. 04.03.2017.
         Beide Tage (Fr. 03.03. + Sa. 04.03.2017):
               € 270,-- (inkl. Mwst)          Schüler und Studierende: € 90,-- (inkl. Mwst) 
         Ein Tag (aus Do. 02. bis So. 05.03.2017):
               € 150,-- (inkl. Mwst)          Schüler und Studierende: € 48,-- (inkl. Mwst)

Preise für alle 4 Tage (= Modul LICHT 1 im Diplomlehrgang):

Symposium und zwei Begleittage zusammen:
Diese vier Tage bilden den 1. Block des "Diplomlehrgangs
für Licht und Farbe"(Licht - Teil 1)
         Von Do. 02. bis So. 05.03.2017 (anrechenbar für die Diplomausbildung - zum Curriculum).
         Sie kosten:
              € 540,-- (inkl. Mwst)          Schüler und Studierende: € 180,--(inkl. Mwst) 
         Einzeltag: wie oben


Zu den Vortragenden und ihren Abstracts:
       Folgende SprecherInnen konnten wir für das Symposium gewinnen:

Richard Funk

Prof.Dr.Richard FUNK, Dresden

    Univ.Prof. Dr.med. RICHARD FUNK wird über sein Forschungsthema
   "Menschgemäßes Licht" sprechen. Schon 2007 warnte er auf dem ersten
    PLDC-Kongress in London vor der Blaulicht-Gefahr (Blue Light Hazard,
    inzwischen ein international bekanntes Phänomen).
    Dies ist vor allem deshalb von großer Bedeutung, weil moderne Leucht-
    mittel oft einen gefährlich hohen Anteil an Blaustrahlung aussenden.

    Funk forscht als Zellbiologe und Netzhautforscher am Dresdner
    Universitätsklinikum, wo er seit 1994 den Lehrstuhl Anatomie innehat.
    Er wird über die neuesten Forschungsergebnisse berichten.

    Abstract für 03.03.17 im Anschluss

Eva Schernhammer

Prof. DDr. Eva SCHERNHAMMER, Wien/Boston

Univ. Prof. DDr.med. Eva SCHERNHAMMER
Sie ist Leiterin der Abteilung für Epidemiologie an der Med.Univ.Wien.
In ihren Arbeiten konzentriert sich Eva Schernhammer auf den Zusammenhang zwischen zirkadianen Rhythmusstörungen - Veränderungen im 24-Stunden Biorhythmus, die durch äußere oder innere Einflüsse hervorgerufen werden - und der Entstehung von chronischen Erkrankungen wie Krebs (light exposure and the etiology of cancer).

Wolfgang Marktl

Prof. Dr.med. Wolfgang MARKTL, Wien

  Univ. Prof. Dr.med. Wolfgang MARKTL
  Für alle an der Gesamtveranstaltung Teilnehmenden führt er am Do. 02.03.17
  in medizinische Grundlagen ein:
  Für Therapeuten, Licht-Berater und Designer und sonstige Lichtfachleute.
  Marktl behandelt aus der Sicht der Ganzheitsmedizin die vielen komplexen
  Zusammenhänge, die oft in der herkömmlichen medizinischen Praxis
  übersehen werden oder gar nicht bekannt sind. Abstract 1 siehe unten.

  Sein Symposiumsvortrag am Fr. 03.03.17 lautet "Chronobiologie - Licht und
  Zeitrhythmen".
  Marktl ist emeritierter Professor an der Med.Univ.Wien und Präsdent der
  Wiener Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) im Otto Wagner-Spital,
  Wien/Penzing.

  Abstract 2 siehe unten.

Herbert Klima

Prof.Dr. Herbert KLIMA, Wien


Univ.Prof.Dr. Herbert Klima ist Physiker und Buchautor und arbeitete als Biophotonenforscher am Wiener Atominstitut der TU Wien. Klima promovierte bei Fritz Albert Popp an der Universität Marburg. 2006 gründete er die "Akademie für Holistische Kultur§ in Wien

Alexander Wunsch

Alexander WUNSCH, Arzt und Lichtbiologe, Heidelberg


  Alexander Wunsch ist Arzt, Forscher und Referent in den Bereichen Lichttherapie,
  Photobiologie und Biophysik. Er erforscht Chancen und Risiken natürlicher und
  künstlicher optischer Strahlung auf Mensch und Umwelt, berät Politik,
  Medienvertreter und Industrie bei lichtbiologischen Fragen. Er entwickelt Konzepte
  und Anwendungen für Lichttherapie beim Menschen. Wunsch unterrichtet an der
  Hochschule Wisma im internationalen Master-Studiengang “Architectural Lighting
  Design” und hält regelmäßig Vorträge über biophysikalische, lichtbiologische und
  lichtmedizinische Themen.

Karl Albert Fischer

Prof. Mag. art Karl Albert Fischer


  
   Prof. Mag. art Karl Albert Fischer ist Licht- und Farbexperte, unterrichtete an der
   Hohshchule für angewandte Kunst in Wien.
   Seine Schwerpunktgebiete sind Lichtbiologische und Farbpsychologisch
   Grundlagenforschung für die Gestaltung mit Licht, beleuchtung
   und Farben.
   Farbkonzepte und auch bildliche Ausführungen, wie auch menschangepasstes
   Lighting Design hat er an zahlreichen Bauprojekten (Krankenhäuser, Kindergärten,
   Schulen, Altersheime, Betriebshallen, Büros und
   Privathäuser) durchgeführt. Seit 1998 leitet er das von ihm gegründete
   österreichische Institut für Licht und Farbe.

Programmablauf

Programm aller vier Tage:
Das zweitägige Symposium Fr.+Sa. und die beiden Rahmen-Workshoptage Do.+ So.

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Workshop-Rahmentag 1:
Do. 02.03.17, 09:00-17:30 Uhr

Ort an diesem Tag und Sonntag:
      Akademie der bildenden Künste, 1010 Schillerplatz 3, Saal EA1
      (Freitag und Samstag (Symposium) in der Radetzkystrasse 3, 1030)


09:00 - 12:30 Uhr:
Licht und Organismus.
Ganzheitsmedizinische Grundlagen für Lichtberufe
      Ein Überblick über die Physiologie des Menschen, insb. die Sinnesphysiologie, über
      das Nervensystem und seine Informationsverarbeitung, über
Gesetze der
      C
hronobiologie und über die Grundlagen einer ganzheitlich-integrativen Medizin.
12:30 Uhr:  
Mittagspause
13:30 Uhr:
Begriffe und Fachwörter für Lichtbiologie, Psychologie, Physik und Technik des
      Lichtes - sie werden zum Verständnis der
Probleme und Anforderungen der
      Gegenwart an Tageslichtplanung und künstliche Beleuchtung erklärt.

      Grundlagen für therapeutische und energetische Behandlungen.

      Hauptreferent
: Wolfgang MARKTL, mit Beiträgen von Karl A. FISCHER
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Das Symposium Licht und Gesundheit (zweitägig)

Fr. 03.03.17, 09:
00-17:30 Uhr
Ort: Festsaal des Gesundheitsministeriums, Radetzkystraße 2, 1030 Wien
     

09:00 - 12:30 Uhr (mit Pause)
"Physiologisch angepasstes Licht – immer wichtiger in unserer hochtechnisierten
 Umgebung“.
       Aus Zellbiologie und Netzhautforschung.                                              
Richard FUNK

12:30 Uhr: 
Pressekonferenz
mit den Vortragenden (frei zugänglich)
         Mittagspause


14:00 Uhr:
"Licht, Nachtarbeit und chronische Erkrankungen".                   Eva SCHERNHAMMER

15:00 Uhr:
"Die gesundheitliche Bedeutung der Chronobiologie". Erkenntnisse über die
      
Zeit-abhängigkeit aller organischen Funktionen im Körper und
      
ganzheitsmedizinische Konsequenzen.                                           Wolfgang MARKTL
     

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Sa. 04.03.17, 09:00-17:30 Uhr
Ort: Festsaal des Gesundheitsministeriums, Radetzkystraße 2, 1030 Wien

09:00 - 15:00 Uhr (mit Pausen)     
"Vom Urknall zur LED - Die gemeinsame Evolution von Licht und Mensch".
 
       Lichtbiologie,
Licht als Heilmittel, Kritik moderner Lichttechnik.      Alexander WUNSCH

15:30 Uhr  
   
"Grundlagen
holistischen Denkens, Biophotonik-Forschung".             
Herbert KLIMA

16:30 Uhr
"
Lichtbedarf des Menschen aufgrund seiner tropischen Frühgeschichte"
       Licht-Archetypen heute, Konsequenzen für Beleuchtungsgestaltung:
       "Multispektrales Komfortlicht"                                                          
Karl A. FISCHER __________________________________________________________________________

Workshop-Rahmentag
2:
So. 05.03.17, 09:00-15:30 Uhr:


Licht-Farb-Therapie, Gestaltung und Baupraxis mit Licht

Ort:  Akademie der bildenden Künste, 1010 Schillerplatz 3, Saal EA1

09:00 Uhr
"Selbstoptimierung und Therapie mit farbigem Licht"
-
  Die SpektroChrom-Methode nach Dinshah. Basiswissen, um die Farblicht-Therapie
  direkt anwenden zu können.                                                             Alexander WUNSCH

12:30 Uhr 
Mittagspause

13:30 Uhr 
2. Teil Therapie                                                                                 Alexander WUNSCH
 

14:30 Uhr 
"Konsequenzen
für Bau- und Einrichtungspraxis
: Licht nach Prof. DDR.Fritz Hollwich, Versuche und Ausführungen).                                     Karl A. FISCHER

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Zusammen bilden die 4 Tage den ersten Block (MODUL LICHT I) des neunteiligen Diplomlehrgangs
                                                                                                        Programmänderungen vorbehalten

                                                                                            


Die Inhalte im Überblick: Abstracts der Vortragenden

 

2 ABSTRACTs von ALEXANDER WUNSCH, Heidelberg:

1. Titel des Vortrags am Sa. 04.03.2017, etwa 5-stündig:    
"Vom Urknall zur LED - Die gemeinsame Evolution von Licht und Mensch"

Abstract:
Das Licht der Sonne ist die Grundlage allen Lebens, es hat alle Lebewesen vom Einzeller bis zum Menschen maßgeblich geprägt. Unser Leben wird heute jedoch nicht mehr von der Sonne, sondern von Kunstlicht bestimmt.
Der moderne Mensch verbringt etwa 90 % seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen mit elektrischen Lichtquellen. Experten sprechen hierbei sogar von „biologischer Dunkelheit“, da Kunstlicht nicht die Zusammensetzung von Sonnenlicht hat. Die meisten Lichtquellen erzeugen ein Strahlungssurrogat, das nur den reinen Sehvorgang ermöglicht - weitere wichtige Aspekte wie z.B. UV-Licht und Infrarot, bleiben dabei unberücksichtigt.
Während natürliches Licht bei richtiger Anwendung die Gesundheit fördert und sich sogar als Heilmittel eignet, trifft für viele Kunstlichtquellen das Gegenteil zu - sie können den Organismus schädigen.
Elektrisches Licht im 21. Jahrhundert ist digital und aggressiv - das sollte jeder Therapeut wissen, der mit energie- und informationsmedizinischen Methoden arbeitet. Die Photonen aus einer Lichtquelle tragen immer auch die Information ihrer Entstehung mit sich. Wurden sie technisch und digital erzeugt, kann dies im Organismus zu unerwünschten Effekten führen - gutes Licht ist so wichtig wie sauberes Wasser und hochwertige Lebensmittel. 

Der Vortrag schlägt einen Bogen von den Wirkungen von Sonnenlicht und Farblicht über die Lichtphysiologie des Menschen bis hin zu den gesundheitlichen Konsequenzen der "LED-Revolution". Zusätzlich wird die Rolle von Bildschirmen am Arbeitsplatz und die Bedeutung verschiedener Lichtarten auf die Tagesrhythmik thematisiert.    

 

2. Titel des Vortrags am So. 05.03.2017, etwa 5-stündig:    
    "Selbstoptimierung und Therapie mit farbigem Licht"

Abstract:
Farben sind ein Lebenselixir, ein großzügiges Geschenk von Mutter Natur: Jeder kennt den ergreifenden Augenblick, wenn das Morgenrot bei Sonnenaufgang den Himmel dominiert. Wir spüren die erfrischende Wirkung, die sich beim Betrachten eines leuchtend gelben Rapsfeldes einstellt. Oder die innere Ausgeglichenheit, die das Grün der Bäume bei einem Waldspaziergang hervorruft. Die tiefe Ruhe, die der dunkelblaue Nachthimmel vermittelt, aber auch das belebende Himmelblau eines Sommertages - unzählige Stimmungen werden uns über Farben vermittelt. Stimmungen, die in ganzheitlicher Weise auch auf das innere Milieu und das Vegetativum übergreifen.
Jede Farbe des Regenbogens löst in unserem Organismus ganz gezielt bestimmte Reaktionen hervor - sanft und doch äußerst kraftvoll. Farbiges Licht bietet die Möglichkeit, diese Effekte gezielt zum Einsatz zu bringen. Farben können nagendem Stress entgegenwirken, aber auch sanfte Anregung hervorrufen.
Farben sind in der Lage, mit jedem Organ in Kommunikation zu treten - auf ganz natürliche Weise und ohne jede Chemie. Farben können die Körperfunktionen auf effektive Art unterstützen und helfen, das Leben leichter und gesünder zu gestalten. Die SpektroChrom-Methode nach Dinshah existiert seit über 100 Jahren und verwendet prachtvolle Farben, um die Gesundheit zu erhalten und wiederherzustellen. Sie gilt als die Königin der Farbtherapien. Ein Dutzend genau definierter, kraftvoller Farben stehen zur Auswahl, um dem Organismus in jeder Lage die optimalen Impulse in Richtung Gesundheit und Lebensfreude zu geben.

Der Workshop vermittelt das Basiswissen, um die Spektro-Chrom-Methode mit geeigneten Geräten und farbigen Brillen direkt anwenden zu können.  

CV:

Alexander Wunsch ist Arzt, Forscher und Referent in den Bereichen Lichttherapie, Photobiologie und Biophysik. Er erforscht Chancen und Risiken natürlicher und künstlicher optischer Strahlung auf Mensch und Umwelt, berät Politik, Medienvertreter und Industrie bei lichtbiologischen Fragen und entwickelt kurative, präventive und protektive Konzepte und Anwendungen für die Lichttherapie und Lichthygiene beim Menschen.
Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Photobiologie und Phototechnologie (DAfP), der deutschen Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG) und Lehrbeauftragter für den Themenbereich “Light and Health” im internationalen Master-Studiengang “Architectural Lighting Design” der Hochschule Wismar. Er hält regelmäßig Vorträge über biophysikalische, lichtbiologische und lichtmedizinische Themen im In- und Ausland.

Homepage:
http://www.lichtbiologie.de/

Engl. Video:
http://video.international-light-association.org/media/mov/SpectroChrome_AlexanderWunsch.mov

ABSTRACT von RICHARD FUNK, Dresden:

Titel des Vortrags am Sa. 04.03.2017, etwa 5-stündig:    
„Physiologisch angepasstes Licht – immer wichtiger in unserer hochtechnisierten Umgebung“

In dem Übersichtsvortrag sollen neben allgemeinen Wirkungen von Licht auf den Organismus, auf den Tag–Nachtrhythmus und auf Stoffwechsel und Nervensystem, speziell auch die spezifischen Wirkungen unterschiedlicher Lichtwellenlängen auf die Netzhaut (Retina) gezeigt werden.

So kann es hier durch starke inadäquate Belichtung bei vorbelasteten (degenerativ erkrankten) Netzhäuten sowohl zu oxidativen als auch zu direkten Blaulicht-Schädigungen kommen.
So kann kurzwelliges Licht den Anteil an freien Radikalen und kreativen Sauerstoffspezies in den Außengliedern der Photorezeptoren drastisch erhöhen.

Hier konnten wir in Zusammenarbeit mit einer italienischen Gruppe zeigen, dass auch die Scheibchen (Diszi) in den Außengliedern der Photorezeptoren Atmungskettenenzyme enthalten – also massiv Sauerstoff konsumieren und besonders bei „Blaulicht“ massiv Radikale produzieren. Auch die „Kraftwerke“ der Zellen, die Mitochondrien, können dabei Radikale freisetzen.

Für die Netzhaut bedeutet dies, dass sie besonders für eine Schädigung durch Blaulicht anfällig ist. Die Augenärzte haben auf die Gefährdung durch zu viel kurzwelliges Licht schon reagiert: sie setzen nach Operationen am Grauen Star gelbliche Kunstlinsen anstelle von weißen Linsen ein. Denn sie haben gesehen, dass Patienten, die wasserklare Kunstlinsen eingesetzt bekamen, eine deutliche Beschleunigung des Verlaufs von degenerativen Erkrankungen der Retina aufwiesen, mit erheblicher Verschlechterung der Sehleistung.

Im Gegensatz zum Blaulicht sind seit längerem für rötliches bis infrarotes Licht bei Wundheilung, aber auch bei Entzündungen, positive Wirkungen beschrieben.
Erst in jüngster Zeit haben Studien auch an der Netzhaut eine günstige Wirkung von infrarot bis rotem Licht für Heilungsvorgänge nach Lichtschäden gezeigt, wobei die Atmungskettenmoleküle auch hier eine Schlüsselrolle zu spielen scheinen. Eine protektive Wirkung auf einzelne Zelltypen der Netzhaut, sowie auf neuronale Zellkulturen wurde nachgewiesen. Bei den geschilderten Prozessen sind für den menschlichen Organismus als Ganzes vor allem auf die vegetativen Regulationsvorgänge im Tag – Nacht Rhythmus zu beachten. Dies sollte auch im Design und in einer entsprechenden Steuerung unserer Beleuchtung und unserer vielfältigen Anzeigedisplays seinen Niederschlag finden.

ABSTRACT von EVA SCHERNHAMMER, Wien:

Licht, Nachtarbeit und Krebsrisiko

Seit mehr als 30 Jahren gehen Forscher aus aller Welt einer Hypothese nach, die von Richard Stevens und Scott Davis 1986 erstmals postulierte wurde: dass die Erfindung der Glühbirne und daraus resultierende vermehrte nächtliche Lichtexposition assoziiert wäre mit steigenden Krebsraten, und insbesondere Brustkrebsraten. Die wenigen Observationsstudien, die zu diesem Thema bis 2007 publiziert wurden, haben damals dazu geführt, dass die World Health Organization (WHO) Nachtarbeit als Klasse 2A Karzinogen (“probably carcinogenic”) einstufte. Seit damals sind eine Vielzahl weiterer Studien publiziert worden, über die, und die damit zusammenhängenden öffentlichen Diskussionen, Sie informiert werden. Weiters werden biologische Grundlagen und der jüngste Stand der epidemiologischen Evidenz in diesem Vortrag zusammengefasst.

 

Man ging davon aus, dass eine durch nächtliche Lichtexposition induzierte verringerte Produktion des krebshemmenden Hormones Melatonin diesen Zusammenhang erklären könnte. Geographische Unterschiede in der Brustkrebsinzidenz und das geringere Risiko von blinden Frauen, an Brustkrebs zu erkranken, schienen diese “Melatonin-Hypothese” in der Tat zu unterstützen.
Später, als Thapan und Brainard im Jahr 2001 erstmals beschrieben dass Licht über einen speziellen Photorezeptor in der Retina akut die Produktion von Melatonin zu unterdrücken vermag, begann man der verringerten Melatoninproduktion als treibenden Faktor zwischen Licht und Krebsrisiko vermehrtes Augenmerk zu schenken.

Studien zeigen konsistent auf, dass sowohl Nachtarbeit als auch niedrigere Melatoninspiegel tatsächlich mit einem höheren Krebsrisiko im Menschen einhergehen und weitere Studien weisen darauf hin, dass künstliches Licht nicht nur das Risiko von Krebs, sondern auch das von Herzkreislauf-Erkrankungen zu beeinflussen vermag. Die rapide wachsende Datenlage hinsichtlich möglicher Gesundheitsfolgen von lichtinduzierten zirkadianen Störungen lässt hoffen, dass künftige präventive Interventionen sich diese neuen Theorien zunutze machen werden.

In diesem Vortrag werden Sie über zugrundeliegende Mechanismen und den aktuellen Stand der epidemiologischen Evidenz für die Zusammenhänge zwischen künstlichem Licht und dem Risiko chronischer Erkrankungen informiert.


2 ABSTRACTs von WOLFGANG MARKTL, Wien:

1. Workshop am Do. 04.03.2017, etwa 7-stündig:  

         Folgende Themen werden vorgetragen und diskutiert:

  • Überblick über die funktionelle Organisation des Nervensystems
  • Prinzipien der Informationsverarbeitung im Nervensystem
  • Allgemeine Sinnesphysiologie
  • Visuelles System
  • Vegetatives Nervensystem unter besonderer Berücksichtigung der funktionellen Organisation des zentralen Teils des vegetativen Nervensystems
  • Grundlagen einer ganzheitlichen und integrativen Medizin

Das Nervensystem des Menschen hat die Aufgabe, Informationen aus der Umwelt und aus dem Körperinneren aufzunehmen, zu bearbeiten und jeweils zweckentsprechende Reaktionen auszubilden. Alle Informationen die vom Nervensystem aufgenommen werden, können als eine Form von Energie beschrieben werden.
Unabhängig davon, um welche Energieform es sich handelt, erfolgt bei der Energieaufnahme in den menschlichen Organismus eine Umwandlung in elektrische Energie. Als konkretes Beispiel wird das visuelle System detailliert beschrieben.

Es ist in der Biologie und Medizin üblich, zwischen einem somatischen und einem vegetativen Nervensystem zu unterscheiden. Bei dieser Unterscheidung handelt es sich jedoch keineswegs um eine Trennung, sondern es muss zur Kenntnis genommen werden, dass die Integration der ständig einlaufenden und unüberschaubaren Zahl von Informationen eines der wesentlichsten Kennzeichen der Tätigkeit des Zentralnervensystems (d.i. Rückenmark und Gehirn) ist.

Auch daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer ganzheitlichen und integrativen Sicht im Hinblick auf Gesundheit und Krankheit.
Und ganz entschieden auch für den praktischen therapeutischen oder gestaltenden Umgang mit Licht.

 

2. Symposiumsvortrag am Fr. 03.03.2017, etwa 3-stündig:   

    Die gesundheitliche Bedeutung der Chronobiologie

Chronobiologie bedeutet die Berücksichtigung der Zeitabhängigkeit der Funktionen lebender Organismen. Diese Zeitabhängigkeit manifestiert sich u.a. durch die Tatsache, dass die Lebensvorgänge einen rhythmischen Charakter aufweisen und somit durch Regelmäßigkeit und Vorhersagbarkeit gekennzeichnet sind. Eine, wenn auch bei Weitem nicht die einzige Bedeutung der physiologischen Rhythmen ist die optimale Anpassung der Organfunktionen an die, in der natürlichen Umwelt nachweisbaren rhythmischen Phänomene wie z.B. dem natürlichen Wechsel von Licht und Dunkelheit im Verlauf der 24-stündigen Zeitspanne, die durch den Aufgang und den Untergang der Sonne vorgegeben ist.

Dieser rhythmische Wechsel von Hell und Dunkel hat Einfluss auf die Rhythmen die unserem Organismus innewohnen und eine genetische Grundlage aufweisen. Wie auch andere Lebewesen dieser Erde orientiert sich auch der Mensch im Hinblick auf die Umstellung zwischen Aktivität und Ruhe am Wechsel zwischen Helligkeit und Dunkelheit. Der Mensch ist aber das einzige Lebewesen auf dieser Welt, das in der Lage ist, künstliche Lichtquellen zu erzeugen und zu nutzen, um dadurch dem natürlichen Wechsel zwischen Helligkeit und Dunkelheit zu entgehen. Der Gestaltung dieser künstlichen Lichtquellen kommt daher eine wesentliche gesundheitliche Bedeutung zu, die sich aus den Erkenntnissen der Chronobiologie ableiten lässt. Fragen, die sich aus diesem Zusammenhang ergeben, werden diskutiert.

 

 

ABSTRACT von HERBERT KLIMA, Akademie für Holistische Kultur Wien

Grundlagen holistischen Denkens

Biophotonik-Forschung

Was Mystiker wie der Hindu SHANKARU (788 – 820) und Philosophen wie Meister ECKEHART (1260 – 1327), Nikolaus von KUES (1401 – 1464) oder Gottfried W. LEIBNIZ (1646 – 1716) uns hinterließen, dass nämlich die Welt der materiellen Vielheit eine Illusion, in Wirklichkeit aber eine Einheit (griech. monas) und Ganzheit (griech. holos) ist, das erkannten die Schöpfer der Quantenphysik wie Erwin SCHRÖDINGER (1887 – 1961) oder Werner HEISENBERG (1901 – 1976) als grundlegende Denker und das vertraten auch deren geistige Schüler wie Carl-Friedrich von WEIZSÄCKER (1912 – 2007) oder Hans-Peter DÜRR (1929 – 2014).

So verkündet uns Erwin Schrödinger in seinem Buch „Mein Leben – meine Weltsicht“: „Darum ist dieses dein Leben auch nicht nur ein Stück des Weltgeschehens, sondern in einem bestimmten Sinn das Ganze.“ Hans-Peter Dürr schreibt in dem Buch „Was die Welt im Innersten zusammenhält“: „Die Welt ist das Eine und Ganze. Im Sanskrit nennt man das Advaita oder Nicht-Dualität, was bedeutet, dass man etwas nicht aufteilen kann.“

Holosophie ist ein kosmisches Bewusstsein, das Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Mystik als Perspektiven einer ganzheitlichen Weisheit erkennt.

Holosophie ist aber andererseits ein ganzheitlich-kosmisches Bewusstsein, aus dem Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Mystik erst hervorgehen. Holosophie ist daher eine ganzheitlich-kosmische Zusammenschau der Welt, des Geistes, der schöpferischen Seele und des Einen bzw. Ganzen durch Verstand, Vernunft, Schönheit und Güte.

Grundlagen bzw. Prinzipien der Holosophie sind sowohl mit einem kausal, einem komplementär als auch mit einem temporär und permanent ganzheitlichem Bewusstsein verträglich. Holosophische Prinzipien stellen daher sowohl das schöpferischen Werden und Vergehen der physischen Objekte, den Vorgang der Objektkonstitution, d.h. das Verwirklichen von Möglichkeiten durch Angemessenheit bzw. optimale Auswahl als auch das invariante Sein von Ganzheiten (Monanden, Möglichkeiten, potentielle Zustände, Wellenfunktion der Quantenphysik) dar.

Ein fundamentales, ganzheitliches Quantenobjekt der Quantenoptik als Teil der Quantenelektrodynamik ist das Lichtquant bzw. Photon, das die ganzheitlichen Beziehung zwischen quantenhaften elektrischen Ladungsträgern wie Elektronen in der Hülle von Atomen, Molekülen oder Makromolekülen herstellt. Derartige Quantenobjekte senden und empfangen nicht nur Photonen von anorganischen Systemen, sondern natürlich auch von Biosystemen wie Einzelzellen, Pflanzen, Tieren oder Menschen. Während die thermische Emission von Photonen vor allem bei toten Systemen auftritt – was der Urschöpfer der Quantentheorie Max Planck mit der Einführung des Wirkungsquantums 1900 schon zeigen konnte -, senden Biosysteme nichtthermische, hochkohärente Photonen aus, falls das Biosystem gesund ist und sich ganzheitlich verhält.

Biophotonik erforscht das ganzheitliche Verhalten von Biosystemen mittels Biophotonen und ist damit die Wissenschaft von der Photonenemission biologischer Systeme, die sich auch in den Dienst der Ganzheitsmedizin als Symbiose aus Schulmedizin und Komplementärmedizin stellt.

 

    

 

 

Karl Albert Fischer

Donnerstag:

Licht ist ein subjektives Phänomen, wenn wir es von Seiten der Wahrnehmung betrachten – Licht hat aber auch eine regelmäßige und nachweisbare Wirkung über das subjektive Empfinden hinaus. Neue Forschung erkennt derzeit nur einen Teil der vielleicht nie wirklich auslotbaren Tiefen der Wirkung auf Körper, Geist und Psyche.
Wer mit Lichtarbeiten will, muss sich von verschiedenen Ebenen diesem Phänomen nähern.
Die physikalischen Grundlagen der Lichtwissenschaft sind deshalb so interessant, weil sie auf einer Ebene agieren, die transmateriell ist - und damit Einblick gibt in eine Weltbetrachtung aus der Sicht der Energie und ihrer Wechselwirkung mit der Materie.

Begriffe und Fachwörter für Lichtbiologie, Psychologie, Physik und Technik des Lichtes werden zum Verständnis der Probleme und Anforderungen der Gegenwart an Tageslichtplanung und künstliche Beleuchtung erklärt.

Samstag:
Der Lichtbedarf des Menschen aus seiner tropischen Frühzeit

Sonntag:
Blau - die Lieblingsfarbe dieser Welt