Müssen Krankenhäuser immer Weiß in Weiß sein? Oder Grau mit "Institutional Green"?
In Graz denkt man anders. Die Neurologische Universitätsklinik in St. Leonhard (Leitung Prof. Fazekas) erstrahlt nach dem Umbau in sanften belebenden Farben. In der letzten Phase der Revitalisierung des Jugenstilgebäudes bekamen wir die Chance, hier Farben zu setzen - nicht zu viele, aber an gezielten Stellen und in genau bedachten Formen.
Und eine Welt veränderte sich - eine Wohltat für die leidenden Patienten, Anregung und entspannende Atmosphäre. Vor allem auch für die schwere Arbeit des Heilens und Pflegens.
Im Herbst 2009 kam der Kontakt durch die KAGES (Steiermärkische Krankenanstalten Ges.m.b.H) zustande, die dem Ruf der neuen Zeit folgte und den erfreulichen und überaus begrüßenswerten Wunsch äußerte, nicht alles beim architektonischen und funktionalen Weiß zu belassen. In knapp vier Wochen konnten wir eine einladende und beruhigende Atmosphäre schaffen. Fünf professionelle Maler und Anstreicher und vier Studenten - freie MitarbeiterInnen des Instituts für Licht und Farbe - arbeiteten in der Schlussphase fast rund um die Uhr. Das Ergebnis: eine Wohltat durch drei Geschoße.
Schwerpunkte:
Die Belebung der Gänge
Die Entschärfung hochtechnischer Krankensaaldecken mit ihrem technischen Arsenal - funktionsmäßig unverzichtbar in einer modernen Klinik, aber beängstigend für den Patienten aus seiner ständig liegenden Position
Die Schaffung einzelner visueller Powerzentren - "Energiekreise" zur Belebung, zum Kräfte tanken
Und schließlich der Einsatz einiger weniger Bilder (Erdgeschoß), die im Bereich der Ambulanz für Schwerstkranke (Onkologie, MS, Alzheimer,...) beruhigen und entängstigen sollen.
Vorher
Farbe beginnt
Endwirkung Entspannungsbilder Neuroambulanz

Lüftungsgitter durch Farbe entschärft

Farbdynamische Energiekreise