Do. 14. bis So. 17. Jänner 2016, Wien  
 
LICHT UND FARBE IM AUSSENRAUM 

   Baukörper, Siedlung, urbanes Ambiente
 


Lebendig - anschaulich - praxisbezogen
   Mit eingeschlossen:
   Eine DIALux-Schulung (Lichtplanung und Berechnung am Computer)

Die Ziele:
   Verständnis für die Wirkungen des Lichtes am Baukörper
   Effektive und sensible Beleuchtung
   Wirkung professioneller Farbkonzepte im Außenraum


Einsicht in das "Bauen mit der Sonne":

Die wichtigste Lichtquelle - für den Menschen wie für die Erleuchtung des Bauwerks - istdas Sonnenlicht. Bei natürlichem Tageslicht entwickelt der Organismus alle die vielen vitalen Kräfte, die wir zur Bewältigung heutiger täglicher Belastungen brauchen.

"Wo die Sonne hin scheint, braucht der Arzt nicht mehr hin kommen..."
so lautet ein alter Spruch (Donde entra el sol, no entra el médico).
Nicht umsonst erhielt vor mehr als 100 Jahren Nils Ryberg Finsen den Medizinnobelpreis für seine Lichttherapien.

Erlernen des Umgangs mit moderner Lichttechnik:
Lichtplanung mit DIALux -
als Grundlage einer effektiven und zielgerichteten Beleuchtungsplanung
für Fassade, Baukörper und öffentlichen Raum

Mehr zum Seminar Aussenbau

Auch Einzeltage können besucht werden.

Anmeldung

 


Die ReferentInnen:

Ing. Michael Wlach,Sto Wien

Farbe und Architektur sind untrennbar miteinander verbunden, denn Farbe macht Gebäude unmittelbar emotional erlebbar. Sie ist jedoch nicht nur Gestaltungsinstrument, sondern übernimmt auch wichtige Schutzfunktionen. Sto bietet für alle technischen und ästhetischen Ansprüche hochwertige, wirtschaftliche und umweltfreundliche Fassadenfarben.
Ästhetik und Schutz:
Wertbeständige Farbbeschichtungen bedürfen eines professionellen und vielseitigen Gestaltungsinstrumentariums und einer hochwertigen Produktpalette, die für jede Aufgabe überzeugende Ergebnisse garantiert. Ästhetik und Schutz – das ist die entscheidende Doppelfunktion. Sto-Fassadenfarben garantieren für beide Bereiche ein außerordentlich hohes Qualitätsniveau.

 

Ing. Michael Fritthum, DIALux-Trainer

Zertifizierter Lichttechniker für Außen- wie Innenbeleuchtung, AutoCAD uam.
Projekte wie öffentliche Beleuchtungen, Skisprungschanze Bisdchofshofen.

Lernziele dieses Trainigstages:
Kennenlernen und Einrichten des Programms für Außen- Innenbeleuchtung,, Einlesen von CAD-Plänen, Licht gestalten durch Import von Leuchten und ihren Daten, Simulation von Räumen in verschiedenem Licht.

 

Univ.Prof. Arch. DI Dr. Martin Treberspurg

Seit 1993 Lehrbeauftragter für die Vorlesung „Solares Bauen und ökologisches Konstruieren“, TU Wien
1996 Gründung der Treberspurg & Partner Architekten Ziviltechniker GmbH
Geschäftsführender Gesellschafter
seit 2003 Lektor für Immobilienwesen, wissenschaftlicher Beirat, FH Wien
seit 2004 Universitätsprofessor für Ressourcenorientiertes Bauen, BOKU Wien

1994 Buch  „Neues Bauen mit der Sonne“; Springer Verlag; 2. Auflage 1999
2008 Buch „SolarCity Linz-Pichling“, Springer Verlag

http://www.wec-austria.at/de/files/download/5_solares_bauen.pdf

 

Arch. vis.Prof. DI Georg W. Reinberg, M. Arch.

Architekt Georg W. Reinberg studierte an der TU Wien (Dipl.-Ing.) und an der Syracuse University, New York (M. Arch.). Das Architekturbüro Reinberg besteht seit 1982 als Planungs- und seit 1985 als Ziviltechnikerbüro und seit 2004 als „Architekturbüro Reinberg ZTGmbH.“.  Architekt Reinberg hat bisher ca. 350 Projekte entworfen und mehr als 100 Projekte realisiert. Alle diese Projekte erfüllen hohe ökologische Ansprüche.

Neben Lehraufträgen an der Donau - Universität Krems (Gastprofessor - Solararchitektur, Sanierung und Facility Management: seit 1997), der TU Wien (im Rahmen von: „green.building.solutions“ und „Renewable Energy in Central and Eastern Europe“ ) und der FH Campus Wien (Wohnbau)  unterrichtet Architekt Reinberg auch international und ist als Vortragender tätig.

Ab 2020 dürfen nur mehr „Fast Null- Energiehäuser“ gebaut werden und - entsprechend den europäischen Klimazielen und entsprechend dem Weltklimavertrag von Paris, 2015 - sollten bis 2030 ca. 85 % des CO2 Ausstoßes eingespart werden. Daraus ergeben sich völlig neue Anforderungen an die Architektur, die Haustechnik  und vor allem auch an Licht und Beleuchtung, sowohl aus der Tageslichtsituation wie durch Kunstlicht.

Zur Erreichung der Klimaziele werden Plusenergiegebäude im Neubau und aktiv Häuser in Passivhausqualität in der Sanierung erforderlich sein. Wie praktikable Lösungen zur Erreichung diese Ziele Mittels Licht und Architektur aussehen können, wird gezeigt. Hierarchisch aufgebaute Modelle zur Optimierung der Energieeffizienz und Möglichkeiten der Energieproduktion aus Licht  werden aus Architektensicht dargestellt.

"Wo steht die Ökomoderne"?

Reinberg: „In mancher Hinsicht noch in den Kinderschuhen. Mit dem großen Interesse für ökologisches Bauen hat sich viel weiterentwickelt. Aber es gibt auch Widerstand, z.B. von etablierten Architekturkreisen. In Wien wird noch oft traditionell geplant und Projekte beschäftigen sich vorrangig mit formalen Aspekten“.

Aufbau des Referates von Arch. Reinberg:

  • Warum brauchen wir  Architektur die mit Licht Energie produziert?
  • Wie arbeiten wir dafür?
  • Energiebewahrung - Passivhauskonzept
  • Passiv thermische Sonnen-Lichtnutzung
  • Aktive Thermische Sonnen-Lichtnutzung
  • Photovoltaische Sonnen-Lichtnutzung
  • Baustoffe produziert mit Sonnenlicht
  • Beispiel eines Solar Aktivhauses
  • Beispiele aus der Sanierung
  • Beispiele aus dem Bürobau

DI. Ioana Paula Negrut

Studierte Architektur in Bukarest und an der TU Wien. 
Diplomarbeit über eine historische Reithalle in Riga.
Schwerpunkte: Lichtästhetik, Leuchten, Raumplanung.

Prof. Mag.art. Karl Albert Fischer

Gründer und Leiter des Österreichischen Instituts für Licht und Farbe, Wien und Berndorf. 

 

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Baugestaltung mit Licht und Farbe – die Visitkarte eines Hauses
Workshop: „Licht und Farbe im Außenraum – Baukörper, Siedlung, urbanes Ambiente“

Eine gelungene Außengestaltung setzt Gebäude oder auch ganze Wohnsiedlungen eindrucksvoll in Szene. Wie man dabei Licht und Farbe richtig einsetzt, zeigt das Österreichische Institut für Licht und Farbe beim Seminar „Licht und Farbe im Außenbau“ von Do. 14. bis So. 17 Jänner 2016 in Wien.

Der erste Eindruck zählt
Welche Bedeutung Farben und Licht für das Ambiente haben, spüren wir sofort beim Anblick eines Gebäudes, auch wenn es oft nicht direkt ins Bewusstsein dringt: Ansprechend, einladend, attraktiv oder abweisend, nichtssagend, schlicht und einfach hässlich.

Licht und Farbe dienen hier einerseits der Orientierung, sie wecken aber auch Emotionen und Stimmungen. Um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen, ist es wichtig, Farbe und Licht optimal auf einander abzustimmen. Für den Wohlfühlfaktor ist zwar hauptsächlich das Innendesign ausschlaggebend, aber Fassade und Eingangssituation erzeugen im Betrachter sofort eine Grundstimmung.
Moderne Lichtlösungen sollen Mehrwert bieten, indem sie einen Ort schöner und sicherer machen, sollen aber auch nachhaltig, umweltfreundlich und preiseffizient sein.

Spannende Inhalte
Beim Seminar „Licht und Farbe im Außenbau“ wird den TeilnehmerInnen ein grundlegendes Verständnis für Licht und Farbe vermittelt, sowohl bei Fassadenbeleuchtungen als auch im öffentlichen Raum. Anschauliche Beispiele zeigen, wie mit Hilfe von Licht und Farben Orientierung und Sicherheit, Stimmung und Emotion, aber auch ein positives Image für ein Gebäude geschaffen wird.

Die Schwerpunkte:

  • Do, 14.01.: Umfassender Überblick über Baukörperdesign undFassade, auch mit historischen Hintergründen (Karl Albert Fischer) und einer eingehenden Darstellung modernster Farbmaterialen und deren Anwendung (Michael Wlach).
  • Fr, 15.01.: Ein Tag Intensivschulung in DIALux (computerunterstützter Lichtplanung und Berechnung) (Michael Fritthum).
  • Sa, 16.01.: Architektur und Tageslicht, Bauen mit der Sonne. Mit den international bedeutenden Architekten Martin Treberspurg und Georg Reinberg.
  • So. 17.01.: Gestalterische Grundsätze für Farbe im Außenbereich. Farbpsychologie. Integrative Licht-Farb-Planung (Karl Albert Fischer, Paula Negrut)

    Die Tage können auch einzeln gebucht werden.

    Zur DIALux-Schulung: Ein Fortsetzungs-Kurstag ist Ende März 2016 geplant.

     

  • Mehr zum Seminar Aussenbau

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Rückblick auf das letzte Seminar

 

 

 

Licht – Farbe – Materialien:
Im Nov. 2015 gelaufen, wird 2017 wiederholt.

Ein vielseitiges und anschauliches Spezialseminar des Instituts für Licht und Farbe.

Das Ziel:
Das materiell-technische Requisit der Gestaltung mit Licht und Farben kennen lernen -
Techniken und Anwendungen von Hölzern, Metallen, Beschichtungen/Wandanstrichen, Natur- und Kunststein, Kunststoffen, keramischem u.a. Material -
breit und ausführlich kennen zu lernen, neues Einrichtungsdesign zu studieren und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man all diese Effekte in einer harmonischen und wirkungsvollen Weise miteinander komponiert -
in Vorträgen und Experimenten, ergänzt mit Exkursionen.

Basis bilden neue Lichtforschungen, Farbpsychologie, moderne Materialtechnik und künstlerisches Raumdesign.


Wieso fühlen wir uns in manchen Räumen so richtig wohl und in anderen wieder nicht?

Welche große Bedeutung Farben und Licht für das Ambiente haben, spüren wir sofort beim Betreten eines Raumes, auch wenn es oft nicht direkt ins Bewusstsein dringt.
Um bei der Raum- und Gebäudegestaltung ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen, ist es aber nicht nur wichtig, Farbe und Licht auf einander abzustimmen, sondern auch immer die jeweilige Materialbeschaffenheit. Diese Sinneseindrücke sind heute viel weniger von der Natur bestimmt als früher, sie werden primär durch Technik geprägt: Von den Oberflächenqualitäten der Möbel und Raumelemente, von ihrer meist künstlichen Farbbeschichtung, vom Glanzgrad, auch von Metall- und Glasflächen und einer unüberschaubaren Vielfalt von Kunststoffen.

Auf Materialeffekten beruht aber letztlich auch die Lichtqualität von Lichtspots, von Wandanstrahlungen und Lichtinseln. Denn die Lichtquelle in der Deckenleuchte, im Wandfluter oder Strahler wird dadurch zum gebündelten Lichtstrahl, dass modernste Materialien im Reflektor eingesetzt werden – besondere Metalle und Beschichtungen, besondere Gläser oder Prismenraster. Das Material hat heute einen immens hohen Stellenwert, wenn Licht und Farben gestalterisch angewendet werden.
Der gezielte Umgang mit den Elementen Licht, Farbe und Materialien will natürlich gelernt und geübt sein, um wirken zu können. In einer fundierten Ausbildung, wie dem Diplomlehrgang des Österreichischen Instituts für Licht und Farbe, lernt man intensiv und praxisbezogen, als Licht- und Farbberater mit gelungenen Raumgestaltungen eine Wohlfühloase für die Kunden zu schaffen. Es gibt aber auch einen zweiten Zweig der Spezialausbildung, nämlich als Licht- und Farbtherapeut die Gesundheit der Klienten zu stärken. Beide Berufe sorgen für Wohlbefinden und gesteigerte Lebensqualität.

Licht und Farbe

Es gibt keine Farben ohne Licht: In der Nacht sind alle Kühe schwarz. Strahlt kein Licht, dann sieht das Auge auch keine Farbenreize. Es ist das Licht und seine Qualität, die uns die beleuchteten Gegenstände, die Raumelemente wie Wände, Böden und Decken, aber auch Glasfronten überhaupt erscheinen lassen. Und ist das Licht schlecht, dann sind auch die Farben hässlich. Das gilt vor allem für unsere künstlich beleuchteten Abende und Nächte wie auch für die vielen dunklen oder trüben Wintertage. Eine wirklich exakte Farbwiedergabe ermöglicht eigentlich nur das natürliche Tageslicht, weil es sich gleichmäßig aus allen Spektralfarben zusammensetzt. Unter den künstlichen Lichtern ist heute immer noch die Halogenglühlampe führend, weil sie 99 bis 100% Farbechtheit (Ra oder CRI) hat. Die „moderneren“ Leuchtmittel wie LEDs oder Entladungslampen kommen auf diesem Gebiet noch immer nicht an sie heran. Vielfach verfälschen sie das Bild: Da kann ein leuchtendes Rot schnell wie Orange oder gar Altrosa aussehen oder Blau wie blasses Violett. Das trifft natürlich jene Materialien, die wir aus der Natur kennen: insbesondere die Hölzer.

Ist Holz in oder out?

„Holz ist immer modern“, sagen viele. Gerade in einem so synthetischen und minimalistischen Zeitalter feiert Holz einen neuen Aufstieg, wenn auch oft in sehr strengen Formen eingesetzt, nicht stark gebeizt oder gar mit Politur versehen wie früher, oft sogar ziemlich roh, mit rauen Stellen oder reliefartig gebürstet. Da kann schlechtes Licht heftig stören: Wundervoll geflammtes dunkles Nussholz wird plötzlich fahl und spannungslos, strahlend helle Eschen- oder Ahornmöbel verfärben sich ins Aschgraue, die rötliche Tönung von Kirschholz oder Rotbuche verfällt.
Dieses wichtige Zusammenspiel von Materialien der Gestaltung mit dem Licht und der Farbe in denen sie erscheinen, das zeigen Fachseminare praktisch und deutlich für das Auge. Und dazu wird auch noch der spektrale Aufbau des Lichtes messtechnisch ermittelt, wodurch sich diese Verzerrungen leicht erklären lassen. Wenn ein so genanntes weißes Licht nur aus Rot, Grün und Blau zusammengesetzt ist (R-G-B Prinzip), klaffen dazwischen große Defizite und die natürliche Farbigkeit des Holzes kommt nicht voll zur Geltung.
Besonders bei den neuen LEDs ist dies wichtig: Ihre Qualität ist oft wie Hundert zu eins, es gibt eine unabsehbare Menge von schlechtem Licht, obwohl die neue Technik auch Hervorragendes geschaffen hat. Doch es sind die Billigprodukte, die den Markt verderben und den guten – daher auch teureren – LED-Produkten den Weg verstellen. Wer will erst dann, wenn Augenschäden auftreten, lernen, dass billig nicht immer auch gut ist?

Spezialseminare bringen hohen Gewinn und auch Spaß, denn es ist spannend, zu erleben und zu untersuchen, wie Materialien und Lichtqualitäten zusammenspielen.

Bestrahlt man farbige Wände, Tischlerhölzer, Textilien, Leder, Linoleum, Naturstein mit verschiedenen Lichtqualitäten, so sieht man deutliche Unterschiede, obwohl das Licht auf dem ersten Blick gar nicht so viel anders erscheint als ein anderes. Die Ursache wird erst durch Messung mit dem Spektrometer erkannt, das freie Auge kann die Unterschiede nicht analysieren.

Anderes Material - andere Farbe

Aber auch die Beschaffenheit der Oberfläche wirkt sich auf die Farbwirkung aus: Durch die unterschiedliche Lichtbrechung an diversen Materialien wie z.B. Hochglanzlack oder etwa unbehandeltes Holz kann die gleiche Farbe komplett anders wirken. Generell gilt: Matte Oberflächen reflektieren weniger Licht, lassen Materialien aber in satterer Farbe erscheinen.
Glänzende Flächen können eine Wohnung zum Strahlen bringen und auch spiegelnde Effekte erzeugen. Was aber auch nicht Jedem behagt. Daher ist bei der Auswahl von Holz, Laminat, Fliesen, Wandfarben, Textilien, Kunststoffen oder Glaselementen die folgende Dreiheit zu beachten: Materialcharakter – Funktion im Raum – Persönlichkeit des Users.

A1 - 2015 gelaufen

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