Welches Leuchtmittel hat Zukunft?Nach der Frankfurter Light+Building besteht der Eindruck: Das Leuchtstofflicht ist es nicht.

Was können die neuen LEDs?


Es war zwar zu erwarten, aber ein derart eklatantes Abrücken vom Quecksilberdampf-Licht, wie man es dieses Jahr in Frankfurt erlebte, wäre noch vor zwei Jahren undenkbar gewesen. Die LEDs treten den Siegeszug an.

Blendend helle Energie"spar"lampen waren auf der Messe eine Seltenheit, auch die Leuchtstoffbalken wurden schon sehr rar. 
Wo man solche vermutete, steckte überwiegend eine LED-Leiste dahinter.

Was bedeutet dies?
Nicht nur die quecksilberbelastete Umwelt atmet auf, sondern auch Therapeuten und Lichtmediziner, 
für die hat die "Blaulicht-Belastung“ und die Quecksilberresonanz schon lange ein Problem dargestellt.

Die kritische Frage anwesender Photomediziner und Lichtwissenschafter: 
Wie viel Verbesserung bringt die LED heute wirklich? 
Optimierungen am Lichtspektrum dieser Lampen und am gefährlichen Blaulichtanteil werden zwar erreicht, 
der Vergleich mit Naturlicht oder Temperaturstrahlerlicht läßt aber noch Wünsche offen. 
Und LED ist keineswegs gleich LED.

Unsere Messungen in Wien zeigen deutlich, dass das Spektrum zwar wesentlich kompletter ist als bei den 
älteren LEDs, aber noch keineswegs so komplett, dass es dem Tages- bzw. Sonnenlicht gleichgesetzt 
werden kann.
Und die Spitzen im Blaubereich werfen besonders bei "kaltfarbigen" LEDs (also mit Farbtemperaturen 
über 3000 Kelvin) grosse Bedenken auf, wenn man die Warnungen vor Netzhautschädigung durch Blaulicht 
(den "Blue Light Hazard") ernst nimmt.


       Vgl. dazu Prof. Dr. R. Funk und andere Lichtmediziner auf unserem Kongress in Wien, Oktober 2010 -
       diese ExpertInnen werden wir beim neuen "Qualifizierungsseminar" wieder ab 16.10. 12 in Wien erleben.


Deshalb untersuchen wir Leuchten und Lichtanlagen vor dem Einsatz bei unseren Beratungsobjekten 
kritisch auf lichtbiologische Qualität , besonders wenn es sich um Krankenhäuser, Kindergärten und 
Schulen handelt.


 Durch die Erstellung von Gutachten konnten wir in den letzten Monaten bei mehreren Projekten die 
 Lichtqualität entscheidend optimieren.

 Kommentar unseres Instituts: Ja zum LED-Licht, aber nur dort, wo wir das Lichtspektrum genau vermessen  haben, wagen wir den Einsatz dieses neuen Lichtes (zB. jüngst in Krankenhäusern: Wien, Eisenstadt).

Wie wertvoll ist das Licht der Temperaturstrahlerlampen 
(Halogenglühlampe, Glühlampe) - contra Energiesparlampe?

"Der Wahnsinn hat Methode". Immer mehr Medien und Fachleute zeigen sich
kritisch gegenüber dem Glühlampen-Verbot der EU


  "Pablo Picasso hat sie auf seinem epochalen Œuvre „Guernica“
    verewigt, Walt Disney stellte sie Tüftler Daniel Düsentrieb einst
 als genialischen Assistenten zur Seite.... sinnbildlich für    den Triumph des Menschen über die Natur oder auch den Sieg    des  Lichts über  die Dunkelheit..." Profil 12/09, 16.03.09 

<h1 class="style455" style="padding-left: 10px; font-size: 16px; color: rgb(167, 254, 245); font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; background-color: rgb(9, 24, 72);">  Dass man die unabschätzbare Menge von nutzlos vergeudeten   Terawatt Lichtenergie – Verstrahlung in den Nachthimmel,   protzende Prunkbeleuchtungen, Komplettausleuchtung nächtlich   leerstehender Gebäude usw. nun am Spar- und Umweltgewissen   des "kleinen Mannes - der kleinen Frau" abreagieren will -   sprich diesen als Kleinverbraucher den Schaden aufzuarbeiten anträgt,  ist ein Treppenwitz der Geschichte:  Nicht nur ist der Ersparniswert und die Umweltentlastung der Gasentladungslampen mehr als umstritten,  es wäre auch sittenwidrig, diese Ersparnis an der Netzhaut des Menschen  und an seinem täglichen Sehkomfort   hereinholen zu wollen.  Deutlich genug zeigt sich jetzt (wie im April in Frankfurt) ein stilles verschämtes Abrücken von diesem Irrweg.  Frage nur: Wie vielQuecksilber geriet in den unkritischen Jahre in die Umwelt, in die Nahrung und in die   lebenden Organismen?  Und welches Entsorgungsprogramm haben wir dagegen?  Die "Ersatzlichter" für die Glühlampe - Floureszenzlampen und LEDs -  bringen komplexe Probleme mit sich (siehe unten).</h1>

  Zunächst aber zu dem höchst fragwürdigen Vorgehen eines Verbotes:


  Prof. Ottmar Edenhofer, Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, er ist auch Co-Vorsitzender des 
   Weltklimarates:


    "Das Verbot der Glühbirne ist blinder Aktionismus und zeugt von einer 
     Regulierungswut, die der Klimapolitik kaum hilft, denn es geht jetzt 
     nicht darum, den Bürgern etwas zu verbieten, 
     sondern nach Möglichkeit den Bürgern Anreize zu schaffen, die sie dafür belohnen, 
     wenn sie herausfinden, wo man am günstigsten und billigsten CO2 vermeidet." 

Andreas Löschel, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim:
    "Ökologisch ist das Glühlampenverbot vollkommen wirkungslos."
    "Durch das Glühlampenverbot wird in Europa keine Tonne CO2 eingespart werden."

     Denn durch die Marktmechanismen des "Emissionshandels" wird das Verbot komplett kompensiert:
     Die Verschmutzungsrechte dürfen von anderen Branchen aufgegriffen werden  "und in der Summe 
     bleiben die Emissionen an CO2 die gleichen".
     Aber dafür müssen wir uns mit einem spektral schlechteren Licht zufrieden geben und haben auch noch 
     die Risiken gesundheitlicher Auswirkungen zu tragen.  
          
Aus: 05.01.2009 - ARD Magazin - Report München - Link